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Titelbild Relipäd

Religionspädagogische Arbeit

So wie das Meer den Glanz der Sonne spiegelt,
so spiegele dein Gesicht die Freude Gottes an Dir,
seinem Geschöpf
(Sabine Naegeli)

Eine evangelische Kita hat die Aufgabe, Kinder auch in ihrem religiösen Suchen und Fragen zu unterstützen. Religion gibt Antwort auf die Fragen des Lebens: Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Auf der Basis des christlichen Glaubens sollen Kinder in der Markuskita gefördert werden, Antworten zu finden.

In einer Atmosphäre von Geborgenheit und Wertschätzung kann jedes Kind Erfahrungen mit Ritualen und Geschichten aus dem Schatz der christlichen Tradition machen. Dabei ist die Kita der Markus-Gemeinde der emanzipatorischen Tradition des Christentums verbunden. Nach biblischer Erzählung sind alle Menschen nach dem Bilde Gottes geschaffen. Dies bedeutet, dass alle Menschen gleichermaßen erwünscht und wertvoll sind. Hinwendung zu anderen, Selbstvertrauen und Respekt sowie Toleranz gegenüber anderen Religionen können Früchte der religiösen Erziehung sein.

Kinder sollen in einer evangelischen Kita in der Entwicklung ihrer Spiritualität gefördert werden. Sie sollen in Kontakt kommen mit Bildern und Symbolen des christlichen Glaubens. Sie sollen durch das Erzählen biblischer Geschichten ganzheitlich angesprochen werden, und lernen, ihre Vorstellungen über Gott auszudrücken und zu erweitern. Dabei füllen die Geschichten den „Speicher der Seele“ mit inneren Bildern und bereichern die seelischen Kräfte der Kinder. Damit ist religionspädagogische Arbeit zugleich gegen den Trend der Verarmung an inneren Bildern gerichtet, der zu sozialer Kälte und zur Phantasielosigkeit im Umgang mit sich selbst und anderen führt.

Kinder können entdecken, dass die Bibel manchmal Antworten auf Fragen gibt, die wir haben – aber manchmal auch Fragen an unser Leben stellt. Daher ist auch der religionspädagogische Arbeitsbereich der Kita mit dem situationsorientierten Ansatz verbunden.

Rituale sind in der Kita wichtig, weil sie helfen, eine Ausdrucksform für den Glauben zu finden. Einerseits bieten Rituale einen Gestaltungsspielraum für innere Bilder und Prozesse. Darum werden Rituale gemeinsam mit den Kindern entwickelt und verändert. Andererseits sind Rituale Hilfsmittel, um in das Leben hineinzuwachsen. Sie formen den Menschen von außen nach innen, weil sie Zeiten, Räume und Beziehungen einen festen, verlässlichen Halt geben. Christliche Rituale sollen letztlich dazu beitragen, Geborgenheit in der Liebe Gottes zu finden und Freude am Leben zu entwickeln. Rituale sind „Einübung in die Freude am Mensch sein“ (Yaacov Ben-Chanan)

Zur Gestaltung von Ritualen gehören: Musik, Bewegung, Symbole, Gesten, Worte (z.B. ein Segensspruch, ein Versöhnungssatz, ein Bestärkungssatz). Sie fördern die sinnliche Wahrnehmung der Kinder und eine ganzheitliche Annäherung an christliche Inhalte. Die verschiedenen Elemente religiöser Erziehung fließen implizit und explizit in den Kindergartenalltag ein. Selbstverständlich findet der Rhythmus des
Kirchenjahres Beachtung, indem die großen Festzeiten gestaltet werden.

Übergangssituationen werden durch Segensrituale begleitet. Das Tischgebet zum Mittagessen stellt ein festes Alltagsritual dar, das die Gemeinschaft fördert.
Die Entwicklung der religionspädagogischen Arbeit wird vertieft und unterstützt durch Fortbildungen des Teams zu diesem Themenbereich. feste Bestandteile der religionspädagogischen Arbeit sind: